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»Wenn Worte Leben verändern«von Ricardo Abos-Padilla

Mir sind mehr als 30 Sammlungen von Bibelstunden bekannt. Einige Serien konnte ich auch erfolgreich verwenden. Andere dagegen waren, für den Nutzen, den die interessierten Teilnehmer erwarteten ungeeignet. Obwohl Bibelstunden meiner Erfahrung nach die beste Methode bei der Übermittlung der Guten Nachricht über Gottes Handeln sind, kann die gleiche Stunde bei jedem Menschen eine ganz andere Wirkung hervorrufen. Das Gleichnis vom Sämann (Luk. 8:4-8, 11-15) zeigt uns, dass Menschen unterschiedliche Lebensziele haben, und von diesen hängt z. T. auch die Annahme oder Ablehnung des Evangeliums ab. Auch die Persönlichkeit desjenigen der das Evangelium verkündigt, wird Einfluss auf den Ablauf und den „Erfolg“ der Bibelstunde haben. Zwei Boten, mit derselben Mitteilung ausgesandt, werden ihre Botschaft unterschiedentlich kommunizieren, und werden von ihren Zuhörern auch jeweils anders beurteilt werden.

Natürlich spielt auch die Qualität der übermittelten Information für den Erfolg oder Misserfolg eine Rolle (2.Sam. 18:19-32). Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang die Reihenfolge der Themen. Häufig beginnen wir mit Abhandlungen, bei denen wir sehr schnell merken, dass unsere Freunde überfordert sind. „Denn jeder, der noch mit Milch genährt wird, ist unfähig richtiges Reden zu verstehen; er ist ja ein unmündiges Kind. Feste Speise aber ist für Erwachsene, deren Sinne durch Gewöhnung geübt sind, Gut und Böse zu unterscheiden“ – schreibt Hebräer 5:13, 14 (Einheitsübersetzung).

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Abdriften in spekulative Auseinandersetzungen. Wenn wir mit unseren Freunden die Bibel untersuchen, sollten wir solche Diskussionen vermeiden. Dazu ist es notwendig alles, was mit oder aus der Bibel behauptet wird, nicht als „eigene Meinung“ oder als „die Meinung meiner Gemeinde“ zu vermitteln, sondern schlicht und einfach als eine Aussage der Bibel darzustellen. Ich sage oft: „Es steht geschrieben“ oder „dies wurde vor meiner Geburt in der Bibel geschrieben“. Dadurch wird deutlich, dass es nichts mit meiner Meinung zu tun hat. ...